Gesundheitspolitik

Gemeinsames Positionspapier zur Primärversorgung: DGU bringt Expertise ein

Radfahrer mit Businesskleidung hat einen Fahrradunfall
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Die Primärversorgung von Unfallverletzten steht vor wichtigen Weichenstellungen. Mit einem neuen gemeinsamen Positionspapier bringen mehrere chirurgische und unfallchirurgische Gesellschaften – darunter auch die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) – ihre langjährige Erfahrung in die aktuelle gesundheitspolitische Diskussion ein. Sie betonen, dass für den Bereich der gesetzlichen Unfallversicherung das bewährte Durchgangsarztverfahren seit über 100 Jahren eine qualifizierte Ersteinschätzung und eine zielgerichtete Steuerung in die passende Versorgungsebene ermöglicht. Daher fordern die Verbände, dass Unfallverletzte von der verpflichtenden Erstvorstellung bei der Hausärztin oder dem Hausarzt zwingend ausgenommen werden sollen.

An dem Positionspapier waren der Berufsverband der Deutschen Chirurgie (BDC), der Bundesverband der Durchgangsärzte (BDD), der Berufsverband Niedergelassener Chirurgen (BNC), die Deutsche Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) und die DGU beteiligt.

Ziel des Papiers ist es, die aktuelle gesundheitspolitische Diskussion zur Einführung eines Primärversorgungssystems fachlich zu begleiten und die Perspektive derjenigen einzubringen, die seit Jahrzehnten an der Versorgung von Unfallverletzten beteiligt sind.„Die unfallchirurgische Primärversorgung ist ein funktionierendes System – und ein wichtiger Beitrag zur Patientensicherheit. Unsere Erfahrungen aus der Heilverfahrenssteuerung können helfen, Fehlsteuerungen zu vermeiden und Ressourcen gezielt einzusetzen“, sagt DGU‑Generalsekretär Prof. Dr. Sascha Flohé.

Das gemeinsame Positionspapier steht hier zum Download bereit.

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