Positionspapier veröffentlicht

Konkrete Qualitätsindikatoren sollen Weiterbildung in der Chirurgie transparenter machen

Chirurgenteam operiert im OP
© Prasit Rodphan / stock.adobe.com

Mit einem neuen Positionspapier definiert das Perspektivforum Junge Chirurgie der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) erstmals konkrete Qualitätsindikatoren für die chirurgische Weiterbildung. Ziel ist es, Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität messbar zu machen. „Standardisierte Qualitätsindikatoren schaffen Transparenz, erlauben Benchmarking und fördern eine lernende, datenbasierte Weiterbildungskultur“, heißt es in dem Papier. An der Erarbeitung war auch das Junge Forum O&U der DGOU beteiligt. Das Positionspapier wurde in der März-Ausgabe der Zeitschrift „Die Chirurgie“ veröffentlicht.

Hintergrund des Positionspapiers „Qualitätsindikatoren für die chirurgische Weiterbildung“ ist, dass die Weiterbildung trotz ihrer zentralen Bedeutung für die Versorgungsqualität bislang kaum über valide Daten abgebildet wird. 

Das Papier nennt ein dreistufiges Set an Qualitätsindikatoren, das Struktur‑, Prozess‑ und Ergebnisqualität systematisch erfasst. Dazu gehören unter anderem ein verbindliches Weiterbildungscurriculum, ein definiertes Betreuungsverhältnis, strukturierte Weiterbildungsgespräche, operative Supervision sowie Daten zu Weiterbildungsdauer, Prüfungserfolg und Zufriedenheit. Digitale Instrumente wie e‑Logbuch und Weiterbildungsregister sollen erstmals eine valide Datengrundlage schaffen.

Das Positionspapier versteht sich als Impuls für Kliniken, Weiterbildungsbefugte und Fachgesellschaften, um die chirurgische Weiterbildung transparenter, moderner und zukunftsfähiger zu gestalten – und sie zugleich auf künftige qualitätsorientierte Finanzierungsmodelle vorzubereiten.

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