Hintergrund des Positionspapiers „Qualitätsindikatoren für die chirurgische Weiterbildung“ ist, dass die Weiterbildung trotz ihrer zentralen Bedeutung für die Versorgungsqualität bislang kaum über valide Daten abgebildet wird.
Das Papier nennt ein dreistufiges Set an Qualitätsindikatoren, das Struktur‑, Prozess‑ und Ergebnisqualität systematisch erfasst. Dazu gehören unter anderem ein verbindliches Weiterbildungscurriculum, ein definiertes Betreuungsverhältnis, strukturierte Weiterbildungsgespräche, operative Supervision sowie Daten zu Weiterbildungsdauer, Prüfungserfolg und Zufriedenheit. Digitale Instrumente wie e‑Logbuch und Weiterbildungsregister sollen erstmals eine valide Datengrundlage schaffen.
Das Positionspapier versteht sich als Impuls für Kliniken, Weiterbildungsbefugte und Fachgesellschaften, um die chirurgische Weiterbildung transparenter, moderner und zukunftsfähiger zu gestalten – und sie zugleich auf künftige qualitätsorientierte Finanzierungsmodelle vorzubereiten.

