Qualität und Sicherheit

Empfehlungen zur Nachbehandlung – 10 Jahre Expertise in neuer Auflage

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Die Nachbehandlungsempfehlungen sind aus der unfallchirurgisch-orthopädischen Versorgungspraxis nicht mehr wegzudenken. Seit nunmehr zehn Jahren werden die Empfehlungen der DGOU-Sektion Rehabilitation – Physikalische Therapie sorgfältig überarbeitet und kontinuierlich neu aufgelegt, um Ärztinnen und Ärzten bei der Nachbehandlung ihrer Patientinnen und Patienten aktuell und praxisnah zu unterstützen. Der Arbeitskreis Nachbehandlungsempfehlungen hat jetzt die elfte Auflage vorgelegt, sie steht allen Mitgliedern in „Meine OU“ zum Download bereit.

Operieren und Nachbehandeln müssen Hand in Hand gehen. Deswegen stützen sich die jährlich aktualisierten Nachbehandlungsempfehlungen auch auf die neuesten Erkenntnisse aus Wissenschaft und Praxis. Sie sollen die Entscheidung erleichtern, welche Behandlungsform zu welchem Zeitpunkt die passende ist. Jedes Krankheitsbild wird mit entsprechenden Empfehlungen samt Stabilitätsgraden, Therapiezielen und -maßnahmen übersichtlich auf einer Seite dargestellt. So können einzelne Empfehlungen je nach Bedarf entnommen werden, um sie zum Beispiel Arztbriefen hinzuzufügen oder Patientinnen und Patienten zur Orientierung über den weiteren Behandlungsweg mitzugeben. Da auch Zeiträume definiert sind, in denen Verunfallte einen bestimmten Stabilitätsgrad erreicht haben sollten, können Abweichungen vom regulären Heilungsprozess frühzeitig erkannt werden, um rechtzeitig darauf zu reagieren.

Welche inhaltlichen Erweiterungen bringt die Neuausgabe 2025 mit sich?

  • Nach abgeschlossener Literaturrecherche sind zahlreiche Empfehlungen aktualisiert worden – erkennbar an den blauen „AKTUALISIERT“-Stickern.
  • In Zusammenarbeit mit der AG Geweberegenration wurden zwei Empfehlungen zu knorpelchirurgischen Maßnahmen am Kniegelenk wiederaufgenommen – deutlich gekennzeichnet mit rotem „NEU“-Sticker.
  • Erstaufnahme der Empfehlung zur konservativen Behandlung der vorderen Kreuzbandruptur – ebenfalls neu und ein weiterer Schritt hin zur umfassenden Versorgungsempfehlung.
  • Ausbau des Grundlagenteils: Neu vorgestellt wird der ICUC-Score – ein einfaches Instrument zur schnellen Erfassung des Heilungsverlaufs, indem er frühzeitig Hinweise auf Stagnationen liefert.

Auch in Zukunft sollen die Empfehlungen weiterentwickelt werden. Das Autorenteam freut sich über Anregungen und Beiträge – insbesondere von Fachgruppen der DGOU, die sich mit der Nachbehandlung in Orthopädie und Unfallchirurgie beschäftigen. 

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