Qualität und Sicherheit

Öffentliche Konsultationsphase für Leitlinie zur Pertrochantären Oberschenkelfraktur gestartet

Darstellung einer Fraktur des Oberschenkelhalses
© Dr_Microbe / stock.adobe.com

Das vom Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) geförderte S3-Leitlinienprojekt „Pertrochantäre Oberschenkelfrakturen“ geht in die finale Phase und steht bis zum 12. August 2025 zur öffentlichen Konsultation bereit. Als Qualitätsmerkmal einer S3-Leitlinie dient das Konsultationsverfahren, um Unklarheiten oder fehlende Bereiche zu identifizieren. Expertinnen und Experten sind daher ab sofort eingeladen, die Leitlinie kritisch zu begutachten – alle Kommentare und deren Bewertung werden veröffentlicht. Die Leitliniengruppe prüft alle eingegangenen Vorschläge und entscheidet, ob sie in einer überarbeiteten Leitlinienversion berücksichtigt werden.

Bei der S3-Leitlinie „EvidenT-HiP - Evidenzbasierte interdisziplinäre Therapie hüftgelenknaher, pertrochantärer Oberschenkelfrakturen“ handelt es sich um ein Upgrade der seit 2019 abgelaufenen S2e-Leitlinie „Pertrochantäre Oberschenkelfraktur“ (AWMF Reg-Nr. 187-009). Gründe für die notwendige Aktualisierung sind veränderte Behandlungformen für die betroffenen Patientinnen und Patienten, aber vor allem die seit 2021 gültigen Vorgaben der G-BA-Richtlinie zur Versorgung hüftgelenknaher Oberschenkelfrakturen (QSFFx-RL). Aus diesem Grund wurden die Kapitel zur Präklinik sowie zu klinischen Behandlungsschwerpunkten überarbeitet und das neue Kapitel zur poststationären Rehabilitation hinzugefügt. 

Besonders hervorzuheben ist der Abschnitt zum ortho-geriatrischen Co-Management bzw. zum umfassenden geriatrischen Assessment (CGA). Dieses stellt einen multidimensionalen und interprofessionellen Prozess dar, mit dem Ziel, die medizinischen, psychosozialen und funktionellen Defizite und Ressourcen geriatrischer Patientinnen und Patienten zu erfassen und zu berücksichtigen. 

Neben den üblichen Leitliniendokumenten wurde für Anwenderinnen und Anwender sowie für Patientinnen und Patienten ein an der tatsächlichen Versorgungsrealität orientierter, konsentierter Behandlungspfad neu erstellt.

Expertinnen und Experten sowie Interessierte können die Konsultationsfassung der Leitlinie kostenfrei herunterladen und bis zum 12. August 2025 kommentieren. Für die Rückmeldung ist ausschließlich der Kommentierungsbogen zu nutzen. Änderungen und Ergänzungen nimmt das Leitliniensekretariat der DGOU per E-Mail entgegen.

 

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